Lese 2026
ist beendet
Die Lese 2026 ist beendet!
Die früheste Lese überhaupt fing so schnell an, wie sie aufgehört hat. Wir wollten dir Berichte schicken von Reifekontrollen, Vorbereitungen und der Lese selbst. Doch wir starteten viel eher, als gedacht und konnten keine Updates mehr online stellen. Aber hier ist nun ein Überblick:
Aller Anfang
Am 24. August hatten wir den frühesten Lesestart überhaupt. Die Trauben waren von Trockenheit und Hitze beeinflusst. Zucker und Säure konzentriert in den kleinen Beeren. Da heuer einfach das Wasser fehlt, schießen die Zuckergrade in die Höhe und somit der potentielle Alkohol. Gerade für unsere Einstiegsweine war es höchste Zeit, tätig zu werden. Grüner Veltliner Fliegengewicht und Roter Veltliner Symphoniker konnten wir mit optimalen Werten einfahren.
Bitte ein Regentanz
In den fast 9 Monaten bis zur Lese, regnete es nur 220mm (Hagel Versicherung), 540mm sollten es durchschnittlich im Jahr sein (Geosphere Austria). Die Begrünung in den Fahrgassen war unter diesen Umständen unmöglich erfolgreich anzubauen. Die Reben nahmen allerdings den Mix aus Hitze und Trockenheit erstaunlich gut auf. Der Wuchs war zwar entsprechend verlangsamt, aber sie ließen ihre Blätter nicht hängen. Roter Veltliner hielt sich besonders gut, Quantität und Qualität waren sehr positiv.
Liter Liter
Ungf. 30% weniger Menge konnten wir dieses Jahr lesen, als im Durchschnitt. Dabei lag es gar nicht an der Traubenmenge, sondern an der Größe. Die einzelnen Beeren wiesen meist einen Durchmesser von nur eines Viertels auf. Wo kein Regen, da kein Traubenvolumen. Die geringere Menge erlaubte aber auch eine schnellere Lese. Mehr Fläche war notwendig, um eine Presse voll zu bekommen, somit flogen wir teilweise durch die Weingärten.
Der frühe Vogel
Die sommerlichen Temperaturen forderten von uns einige Nachtschichten. Um 2 Uhr nachts flossen bereits die ersten Moste aus der Presse. Dadurch hatten die Trauben 10 bis 15 Grad Celsius weniger, als wären sie am Nachmittag in das Presshaus gekommen – ein klarer Vorteil für Eleganz, Fruchtigkeit und Hygiene.
Ärmel hochkrempeln und los
Wir sind ein Familienbetrieb und da bedarf es während der Lese auch jeder familiären Hand.
Eugen fährt mit dem Traktor, macht Reparaturen und pumpt den Most nach der Presse weiter in den Keller.
Ulrike hält den Betrieb abseits der Lese am Laufen. Büro, Verkauf, gestresste Familienmitglieder beruhigen und noch viiiel mehr.
Hans protokolliert alles und behält den Überblick. Wo kommt welcher Most hin, wann wird welcher Weingarten gelesen etc.
Marie-Theres kümmert sich um die 2 Pressen und die Traubenannahme.
Schani hat als Feel Good Manager die wichtigste Aufgabe und alle Pfoten voll zu tun.
Jahrgang 2026
Wie werden die Weine? Ganz akribisch musste auf störende Gerbstoffe und hohe Alkoholwerte geachtet werden. Rechtzeitiges Lesen, keine/kurze Maischestandzeit und Trauben möglichst durch Blätter geschützt hängen lassen, waren wichtige Maßnahmen. Hitze setzt der Säure zu, daher erwarten wir Weine, die sich schneller öffnen, dafür aber auch nicht ewig gelagert werden sollten.










